Elodie

Elodie vom Tullnerbach,

lebte seit Juni 2011 bei uns.
Elodie kam aus Österreich, sie hatte dort auch die ersten Lebensjahre in einer Familie mit Kindern verbracht. Sie stammte aus dem Zwinger einer sehr engagierten Züchterin, Rosemarie Teubl.
Wer mag, kann sich unter www.vomtullnerbach.at gerne einen Eindruck verschaffen.
Elodie war hervorragend sozialisiert worden, sie war frei und selbstbewusst, konnte sehr ruhig sein, aber auch beharrlich ihre Ziele verfolgen. Temperament hatte sie durchaus und die Stärke, die sie von klein auf an für sich entdeckt hat, war wohl auch der Auslöser, dass sie überhaupt abgegeben wurde. Sie brauchte einfach eine klare Führung.
Elodie war einige Monate bei einem unserer Freunde im Haus. Ein Mann, der Hovawarterfahrung hatte und Zeit. Da er allein stehend war, habe ich mich bereit erklärt, für den Fall der Fälle die Hündin zu übernehmen. Ich lernte Elodie Ende Januar 2011 kennen, arbeitete dann jede Woche mit ihr auf dem Hundeplatz der Bezirksgruppe Hamburg im RZV in Hamburg-Öjendorf.
Am meisten rebellierte Elodie gegen das Führen an der Leine- ein starker Eingriff in ihre persönliche Entscheidungsfreiheit! So mancher blaue Fleck war der Beweis für ihren Ärger, später machte ich nur noch ein ärgerliches Räuspern und das unerwünschte Verhalten wurde eingestellt.
Ich habe mit ihr einen kompletten Neuaufbau der Unterordnung durchlaufen. Vieles hatte sie ja schon vorher richtig gelernt, aber offenbar war sie nicht gewohnt, dass genau das immer von ihr verlangt wurde. Wir haben dann im März bereits in Wismar die erste Zuchttauglichkeitsprüfung bestanden. Ich wollte wissen, wie es um ihr Wesen stand und wo wir besonders arbeiten müssen. Sie hat die ZTP ohne Probleme bestanden, ich bin heute noch begeistert von diesem Tag.
Die Übungswoche, Leben auf engem Raum im Wohnwagen und den ganzen Tag zusammen arbeiten, das hat unserer Beziehung sehr gut getan. Leider erkrankte unser Freund und es war klar, er wird Elodie nicht mehr gerecht werden können. Wir haben bei uns im Haus einiges umorganisiert, denn unsere alte Hündin, Dora, vertrug sich nicht mit Elodie. Elodie geht Streit nach Möglichkeit aus dem Weg, Dora eher nicht.
Im Herbst haben wir die erforderliche zweite ZTP- Elodie hat in Österreich ihre Jugendbeurteilung gemacht, die zählte aber nicht in Deutschland- in Kropp bestanden.
Am Tag darauf folgte die Begleithundprüfung in Schleswig.
Wir arbeiteten bei der Hovawart Regionalgruppe Schleswig und im DVG Verein Kropp intensiv in allen drei Disziplinen und mein Ziel war die IPO 3 mit ihr mal zu bestehen.Bis zur IPO 2 haben wir es geschafft, dann hatte sie sich leider direkt vor der Prüfung verletzt.
Zur Info: unter www.working-dog.eu habe ich Elodie eingestellt. Dort findet man auch den Deckrüden, Arkadi von Mamma Mia für den E- Wurf und Giedou vom Burggrafenhain für den F- Wurf.
Geschwister von Elodie sind als Rettungs- und Therapiehunde ausgebildet.

Elodie hatte sich sehr gut bei uns eingelebt. Sie musste sich nicht mehr selber führen und wurde gearbeitet, sie war ausgelastet. Auf meine 96-jährige Mutter nahm sie Rücksicht, mit meinem Mann teilte sie die Leidenschaft für Nüsse und mit mir arbeitete, tobte und schmuste sie.
Unser Haus wurde gut bewacht, aber ihr vorgestellte Besucher wurden sofort akzeptiert.
Elodie war völlig unkompliziert, ich konnte sie überall mitnehmen.
So mag ich meine Hovawarte: sicher, unbefangen, neugierig mit ausgeprägtem Spiel- und Beutetrieb- ein wichtiger Entscheidungsgrund, sie auch in Zucht zu bringen
Das auch die gesundheitlichen Voraussetzungen nachgewiesen sein müssen, ist selbstverständlich.

Wenn Sie das jetzt alles gelesen haben, werden Sie merken, ich finde, Elodie war eine ganz tolle, besondere Hündin.Am 18. Oktober,dem Tag unseres 40.-Jubiläums der Zuchtstätte, mussten wir unsere Elodie mit 13.5 Jahren gehen lassen. Sie zeigte uns sehr schnell: ich kann nicht mehr. Es ist tröstlich, dass sie in den Kindern und Enkeln ein wenig weiter bei uns ist. Elodie bleibt in unseren Herzen.
Ich danke Rosie Teubl für diesen Hund.